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Prof. Dr. Emil Kautzsch

Textbibel

Das Alte Testament

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Die Sprüche.

Kapitel 4.

Ermahnungen zum Festhalten an der Weisheit und Warnung vor Gewaltthaten und vor Falschheit.

1 Hört, ihr Söhne, des Vaters Zucht

und merkt auf, daß ihr Einsicht kennen lernt!
2 Denn gute Lehre gebe ich euch,
laßt meine Unterweisung nicht außer acht!
3 Denn da ich meinem Vater ein Sohn war,
ein zarter und einziger unter der Obhut meiner Mutter,
4 da unterwies er mich und sprach zu mir:
Laß dein Herz meine Worte festhalten;
bewahre meine Gebote, so wirst du leben!
5 Erwirb Weisheit, erwirb Einsicht!
Vergiß nicht und weiche nicht ab von den Reden meines Mundes!
6 Laß sie nicht außer acht, so wird sie dich bewahren;
gewinne sie lieb, so wird sie dich behüten.
7 Der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit
und mit all' deinem Besitz setze dich in den Besitz der Einsicht.
8 Halte sie hoch, so wird sie dich erhöhen;
sie wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie umhalsest.
9 Sie wird einen lieblichen Kranz um dein Haupt winden,
eine prächtige Krone wird sie dir bescheren.

10 Höre, mein Sohn, und nimm meine Reden an,

so werden deiner Lebensjahre viel werden.
11 Über den Weg der Weisheit unterweise ich dich,
lasse dich auf den Geleisen der Geradheit einherschreiten.
12 Wenn du wandelst, wird dein Schritt nicht beengt sein,
und wenn du läufst, wirst du nicht straucheln.
13 Halte fest an der Zucht, laß nicht los!
Bewahre sie, denn sie ist dein Leben.
14 Begieb dich nicht auf den Pfad der Gottlosen
und gehe nicht auf dem Wege der Bösen einher.
15 Laß ihn fahren, gehe nicht auf ihn hinüber;
lenke von ihm ab und gehe vorüber.
16 Denn sie schlafen nicht, wenn sie nichts Böses gethan haben;
und der Schlaf ist ihnen geraubt, wenn sie nicht jemanden zu Falle gebracht haben.
17 Denn sie nähren sich vom Brote der Gottlosigkeit
und trinken den Wein der Gewaltthat.
18 Der Frommen Pfad ist wie lichter Morgenglanz,
der bis zur Tageshöhe immer heller leuchtet.
19 Der Gottlosen Weg ist wie das nächtliche Dunkel;
sie wissen nicht, wodurch sie zu Falle kommen werden.

20 Mein Sohn, merke auf meine Worte,

neige meinen Reden dein Ohr!
21 Laß sie nicht von deinen Augen weichen;
bewahre sie inmitten deines Herzens.
22 Denn sie sind Leben für die, die sie bekommen,
und bringen ihrem ganzen Leibe Gesundung.
23 Mehr denn alles andere wahre dein Herz,
denn von ihm geht das Leben aus.
24 Thue Falschheit des Mundes von dir ab
und Verkehrtheit der Lippen laß ferne von dir sein.
25 Laß deine Augen stracks vor sich sehen
und deine Augenlider gerade vor dich hinblicken.
26 Laß deines Fußes Bahn eben sein
und alle deine Wege festbestimmt.
27 Biege weder zur Rechten noch zur Linken ab;
halte deinen Fuß vom Bösen fern.